Unterdeckbahn ist nicht gleich Unterdeckbahn
Bei den mehrschichtigen Unterdeckungen mit mittiger Funktionsmembran unterscheidet man zwei Varianten. Die Membranschicht im Kern der Bahn besteht entweder aus einem mikroporösen oder aus einem monolithischen Film. Diese Funktionsschichten der Unterdeckungen werden beidseitig durch Vliesschichten geschützt.

Mikroporöse Bahnen
Mikroporöse Bahnen bestehen aus hydrophoben Polymeren, die von Natur aus nicht mit Wasser interagieren. Diese Bahnen müssen speziell behandelt werden, um die Wasserdurchlässigkeit zu ermöglichen. Hierdurch sind sie anfälliger für Schadstoffe.
Bei der Herstellung werden mikroporöse Folien einer erheblichen mechanischen Beanspruchung unterzogen. Durch diesen Prozess entstehen Mikrolöcher, die den Wasserdampfdurchgang zulassen, aber gleichzeitig die Bahn anfällig für externe Verunreinigungen machen.
Wasserundurchlässigkeit und Diffusionsoffenheit
Die Fähigkeit einer Bahn, Wasser standzuhalten und Dampf durchzulassen, ist für die Erhaltung des einwandfreien Gebäudezustands unerlässlich. Monolithische Bahnen bieten ein besseres Gleichgewicht zwischen Wasserundurchlässigkeit und Diffusionsoffenheit im Vergleich zu den mikroporösen Bahnen.
Wasserundurchlässigkeit der mikroporösen Bahnen.
Die mikroporösen Bahnen sind dank ihrer Materialien oder Oberflächentexturen wasserabweisend. Dennoch kann die Wasserundurchlässigkeit durch Schadstoffe in Verbindung mit Wasser beeinträchtigt werden. Wenn sich die Schadstoffe mit Wasser verbinden, können die Oberflächenspannungen brechen; das Gemisch kann durch die Mikrolöcher eindringen, wodurch die Wirksamkeit der Bahn verringert wird.
Wasserundurchlässigkeit der monolithischen Bahnen.
Aufgrund ihrer chemischen Struktur behalten monolithische Bahnen ihre Wasserundurchlässigkeit auch unter schwierigen Bedingungen. Selbst wenn Schadstoffe und Wasser vorhanden sind, erfüllen monolithische Bahnen ihre Schutzfunktion ohne Einschränkung.
Beständigkeit gegen ultraviolette Strahlung (UV)
Die Haltbarkeit der Bahnen nach Sonneneinwirkung wird umfassend mit Tests bewertet, um die besten Ergebnisse auf der Baustelle zu gewährleisten. Die Prüfmethode besteht darin, die Proben für 336 Stunden einer kontinuierlichen UV-Bestrahlung bei erhöhter Temperatur auszusetzen. Bei Produkten, die für Wände mit offenen Verbindungen bestimmt sind, welche eine UV-Bestrahlung nicht ausschließen, steigt die Dauer auf 5000 Stunden.
Die Durchdringfestigkeit gegenüber Wasser sowie die Zugfestigkeit und Dehnung werden nach der künstlichen Alterung erneut bestimmt, um Leistungsdaten für die Zeit nach der Exposition gegenüber diesen Beanspruchungsquellen zu liefern.
Dabei ist immer zu beachten, dass die tatsächlichen klimatischen Bedingungen variabel sind und vom Anwendungskontext abhängen. Daher ist es schwierig, eine exakte Übereinstimmung zwischen dem Test für die künstliche Alterung und den realen Bedingungen herzustellen.

Monolithische Bahnen
Im Gegensatz dazu bestehen monolithische Bahnen aus hydrophilen Polymeren, die chemisch mit Wasser interagieren und allgemein elastischer sind. Diese Struktur ermöglicht ein besseres Feuchtigkeitsmanagement und eine höhere Beständigkeit gegen Schadstoffe.
Sie transportieren Feuchte aktiv nach außen – je mehr ansteht, desto schneller sinkt ihr Diffusionswiderstand. Für den Feuchtetransport ist nur ein minimales Dampfteildruckgefälle erforderlich.
UV-Strahlung und mikroporöse Bahnen.
Die mechanischen Beanspruchungen in der Produktionsphase der mikroporösen Bahnen können in Kombination mit der UV-Exposition die Zersetzung des Materials beschleunigen.
Um die Haltbarkeit der Funktionsfolie zu gewährleisten, ist es daher wichtig, die Angaben zur maximalen UV-Belastung einzuhalten. Die mikroporösen Bahnen sind bei UV-Strahlung einer stärkeren Zersetzung ausgesetzt.


UV-Strahlung und monolithische Bahnen.
Bei monolithischen Bahnen hingegen liegt in der Produktionsphase keine Beanspruchungsquelle vor, welche die UV-Exposition beeinflusst. Hierdurch ist ihre Zersetzung geringfügiger als bei mikroporösen Bahnen.
Um eine lange Haltbarkeit des Materials zu garantieren, ist auch hier wichtig, die Richtlinien zur maximalen UV-Belastung einzuhalten. Im Allgemeinen haben monolithische Bahnen jedoch eine höhere UV-Beständigkeit und Langlebigkeit als mikroporöse Bahnen.
Maximale Langlebigkeit mit monolithischen Bahnen
Monolithische Bahnen überzeugen durch ihre herausragende Robustheit und Beständigkeit im Vergleich zu mikroporösen Bahnen. Dank ihrer hohen Widerstandsfähigkeit gegenüber Schadstoffen, UV-Strahlung und äußeren Einflüssen bieten sie eine zuverlässige Lösung – selbst für besonders anspruchsvolle Anwendungen.
Die erhöhte Lebensdauer und dauerhafte Leistungsfähigkeit machen monolithische Bahnen zur optimalen Wahl, wenn es auf Qualität, Sicherheit und langfristige Beständigkeit ankommt.
Sie haben Fragen hierzu? Wir sind gerne für Sie da! Rufen Sie in Ihrem nächstgelegenen RHG-Betrieb an, schreiben Sie uns gerne eine E-Mail oder vereinbaren Sie einen Termin vor Ort.
